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  • Format
    TV-Film
  • Starttermin
  • Originaltitel
    Salem's Lot
4/10
von heisenberg

Kritik

Anmerkung: Diese Kritik beruht auf die Langfassung mit einer Laufzeit von 183 Minuten.

Wie für Stephen King Verfilmungen üblich, ist wie bei den Buchvorlagen das Erzähltempo etwas langsamer. Dies muss kein Nachteil sein, sondern gibt die Möglichkeit die Charaktere genauer zu beleuchten. Was in einem Buch durch genaue Beschreibung leicht umzusetzen ist und gerade Stephen King immer wieder besonders gut gelingt, ist in einem Film schon wesentlich schwieriger und wurde in Brennen muss Salem leider auch komplett verfehlt. Weder wird auf bestimmte Personen eingegangen, erklärt warum sie sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, noch entwirrt sich dieses im Laufe der Geschichte von alleine. Leider gibt es im ganzen Film so einige Ungereimtheiten und schlechte Schnitte, die ein etwas verwundern und ratlos zurücklassen.
Auch das fortgeschrittene alter ist Brennen muss Salem absolut anzumerken. Schliesslich stammt dieser aus 1979 und abgesehen von der doch inzwischen stark verstaubten Technik, ist die schauspielerische Darbietung typisch für diese Zeit. Wo durch überzogene Gestik mehr Dramaturgie erzeugt werden sollte, wirkt diese heute eher lächerlich und einfach übertrieben. Verfehlt also ihre damals angedachte Wirkung inzwischen fatal.
Tobe Hooper gelingt es ein paar atmosphärisch schaurige Szenen zu kreieren, doch es gelingt ihm nicht das Gefühl der Bedrohung richtig einzufangen. Die Figuren wirken oft einfach zu lethargisch und blass. Auch wenn Barlow erschreckend aussieht, so ist die Gefahr die er birgt einfach nicht ersichtlich. Allein die Inaktivität der anderen Charaktere lässt ihn erst gefährlich werden bzw. wirken. Auch dass er selber nicht spricht, was durch seine „Graf Orlock“-Maske vermutlich einfach nicht möglich war, macht ihn nicht unheimlicher.
Der einzige Lichtblick ist David Soul (Ben Mears) der hier sein können demonstriert aber selbst er es nicht schafft auf Touren zu kommen, um noch zu retten was zu retten ist.
Leider erreicht der Film in keinerlei Hinsicht die Stephen King Vorlage und kann auf heutigen Niveau einfach nur noch verlieren. War die gesamte Inszenierung zu damaliger Zeit bereits schwach, würde man ihr heute keinerlei Beachtung mehr schenken und als durchschnittlichen B-Movie vermarkten. Da Brennen muss Salem nicht mehr Zeitgemäß ist, fällt es schwer diesen objektiv zu bewerten. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts war diese TV-Verfilmung sicherlich unterhaltsam und für die Zuschauer spannend anzusehen. Heute jedoch nicht mehr und ist definitiv nur was für Nostalgiker. Für mich war er ok, bezweifle aber das ich ihn mir noch einmal ansehen werden.

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