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  • Format
    Film
  • Starttermin
  • Originaltitel
    Dawn of the Planet of the Apes
6/10
von heisenberg

Kritik

Wie uns die Geschichte lehrt, kann es nicht funktionieren, wenn sich Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Herkunft und Interessen ein und dass selbe Land teilen müssen. So auch in Planet der Affen: Revolution, in der zwei latent feindlich gegenüber stehende Gemeinden in einen Konflikt geraten. Sind die Gründe dafür auch unterschiedlicher Natur und gibt es auf beiden Seiten vernünftige Anführer, so bedarf es in der Regel nur den richtigen “Scharfmacher“ um die Massen aufzuwiegeln und für den Kampf zu mobilisieren. Wie richtig diese Feststellung auch ist, genauso ist diese schon so oft Thema in unzähligen Filmen gewesen. So wurde für Revolution sehr viel Potential verschenkt, denn durch die Affenthematik wäre um einiges mehr drin gewesen.
Genauso wie der Plot sind auch einige der Charaktere etwas blass geraten und scheinen nur einen Zweck zu erfüllen. Es gibt den Affenhasser, es gibt den Menschenhasser, dann jeweils Führungspersonen die der anderen Rasse positiv eingestellt sind. Eine wirkliche Überraschung ist nicht zu entdecken und die Handlungsweisen der Protagonisten bleiben vorhersehbar. Das es am Ende auf einen Konflikt hinausläuft steht bereits nach kurzer Zeit fest und man fragt sich nur noch wann das Fass denn überläuft.
Caesar wird wie bereits in Planet der Affen: Prevolution erneut von Andy Serkis verkörpert und es ist unglaublich wie das hier angewandte Motion-Capture-Verfahren und die CGI-Technik eine nahezu perfekte Synthese zwischen menschlichem Spiel und digitaler Kreatur erzeugen. Die nuancierte Mimik von Serkis und der der anderen Affen-Darsteller ist so unglaublich Detailgetreu, dass diese künstlich erschaffene Primaten-Gruppe ihren Gegenspielern aus Fleisch und Blut in nichts nachsteht.
Es ist also doch nicht alles schlecht an Revolution. Ganz im Gegenteil, die schauspielerischen Leistungen sind top bis genial, die angewandten Techniken für visuelle Effekte überzeugen auf der ganzen Linie und die Gestaltung der Sets lassen richtige Affenstimmung aufkommen. Da würde man am liebsten selber von Baum zu Baum schwingen. Planet der Affen: Revolution ist es fast gelungen seinen Vorgänger vom Affenthron zu stoßen. Allein die etwas flachere Story, die es leider so nicht schafft dieselben Emotionen wie Prevolution zu wecken, verdankt die Fortsetzung diesen Umstand. Nichts desto trotz macht Revolution jede Menge Lust auf noch mehr Affentheater.

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