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A Serbian Film


5/10

Allgemeine Infos
A Serbian Film ist das Erstlingswerk des Regisseurs Srdjan Spasojevic aus dem Jahr 2010 und ist ein Psycho-Thriller der durch seine extreme Gewaltdarstellung häufig diskutiert wird/wurde.

Die Handlung
Milos (Srdan Todorovic) ist ein ehemaliger Pornodarsteller, der zusammen mit seiner Frau Marija (Jelena Gravrilovic) und ihrem gemeinsamen Sohn Petar lebt. Ohne eine Rente durch seine frühere Tätigkeit, schrumpfen immer weiter die familiären Geldreserven. Die Pornodarstellerin Lejla vermittelt ihn zu dem selbsternannten Kunst-Produzenten Vukmir (Sergej Trifunovic) der Filme auf Bestellung und nach Kundenwünschen herstellt. Milos lässt sich auf einen Deal ein und außer, dass es sich wohl um einen Submission-Film handelt, scheint alles normal zu sein. Doch bereits nach dem zweiten Drehtag erwacht Milos mit fremden Blut verschmiert und einem Blackout bei sich zuhause. Um herauszufinden was passiert ist, kehrt er zum Drehort zurück und macht eine schreckliche Entdeckung.

Meine Meinung
Dieser Film bricht wohlbedacht mit einigen Tabus und befasst sich mit den tiefsten Abgründen des Tieres „Mensch“. Die maßlose Darstellung verschiedener Arten der Penetration und Erniedrigung anderer, lässt einige Grenzen verschwinden und die Perversion wird zur Normalität. Das hier gezeigte sprengt wieder einmal die Ketten des erträglichen: Sex, Mord, Kindesmissbrauch. So könnte man A Serbian Film als perversen Gewaltporno ablehnen oder ihn vielleicht wegen seiner kritischen Untertöne loben. Ich möchte an dieser Stelle nur kurz klarstellen, dass ich den Film weder als Kunst verstehe oder ihn auf irgendeiner Weise glorifizieren möchte. Ich möchte ihn lieber als das sehen was er nun mal ist: er ist ein Film! Und dieser Film versucht zu schocken und das schafft er auch. Nicht nur weil ich nach dem Ansehen im Unklaren war, was ich nun von ihm halten sollte, sondern auch weil ich mir bisher keine Meinung wirklich bilden konnte. Ist es wie der Regisseur behauptet, eine Aufarbeitung der Gräueltaten im jugoslawischen Bürgerkrieg oder sollte einfach nur stark polarisiert werden, um den Bekanntheitsgrad von A Serbian Film möglichst schnell zu steigern?! Eine weitere Möglichkeit ist einfach der Versuch von seinen Schwächen abzulenken, die dann doch in der Story liegen. Diese ist im Ganzen gesehen eher etwas dünn. Sie hat zwar am Ende eine kleine Überraschung aber ansonsten plätschert sie langsam vor sich hin und nur die Schocker bringen etwas Farbe hinein.
Nicht ganz unwichtig sei auch noch etwas zu den Schauspielern gesagt. Denn Srdan Todorovic (Milos) und Sergej Trifunovic (Vukmir) gehören in Serbien zu den bekanntesten Darstellern des Landes. Also schon interessant dass diese keine Bedenken hatten bei dieser Produktion mitzuwirken. Über ihre Qualität muss auch nichts weitergesagt werden. Sie liefern eine ordentliche Leistung

Mein Fazit
Durchweg ein Gewaltexzess ohne eine für mich nachvollziehbaren Botschaft. Wäre nicht die „Newborn“-Szene in A Serbian Film, wäre er für mich einer von vielen. Aber nur durch diese alleine schafft er es in das gleiche Regal zu The Human Centipede 2 – Full Sequenz. Ob das nun eine Ehre oder eine Rüge ist, muss jeder für sich selber ausmachen.

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